Gehende Musik aus allen Himmelsrichtungen / Music on the move
Interplay
Categories: Concept

Reglement des Zusammenspiels

Parade ist ein künstlerisches Experiment des musikalischen Zusammenspiels und nicht ein Wettbewerb verschiedener Gruppen. Das Ergebnis wird eher hybrid als „authentisch“ sein. Das Konzept weist darauf hin, dass es nicht um die geografische Herkunft der Musik geht. Es steht damit gegen musikalische Extravaganz und Exotik, die oft nur Klischees bestätigt.

Alle Musikgruppen finden dieselben Bedingungen vor, sind also gleichrangig. Ihr Umgang ist von gegenseitigem Respekt und Interesse gekennzeichnet. Sie bestimmen selbst wieweit sie sich in einem gegebenen Stadtraum als Spielfeld annähern, entfernen oder zusammenspielen ohne den eigenen Bewegungsimpuls aufzugeben. Die größere Gruppe weicht der kleineren aus, die lautere hört auch auf die leisere. Zusammenspiel setzt Einverständnis voraus. Es geht also nicht um Dominanz oder Hegemonie, sondern um das empfindsame Aufspüren und Ausloten von Unterschieden, von Besonderheiten und Synergien. Der spielerische Ansatz gibt der Gleichzeitigkeit (Synchronizität), der Gleichrichtung und der rhythmischen Korrelation (Idiorrhythmie) verschiedener Musiken einen Spielraum. Die Lautstärke der unverstärkten Musik wird so gewählt, dass sie speziell in Wohnbereichen “deutlich unter dem gesundheitsgefährdenden Niveau von 85 Dezibel” liegt (siehe die Leitsätze zur “Hörstadt” Linz).

Guidelines for the interplay

Parade is a joint artistic experiment of musical interplay and not a number of distinct groups playing ‘against’ each other. The result will be rather hybrid than “authentic”. The Parade concept indicates that the geographical origins of the music are not important. It is countering the idea of musical extravaganza as well as the exotica of parades, which are often reinforcing stereotypical views.

All music groups will find the same terms and conditions, thus are coequal. Their acquaintance is characterized by mutual respect and interest. The groups themselves define how far they will approach each other, distance themselves or play together in a given public space as playing field without abandoning their own movement impulse. The larger group gives way to the smaller one, the louder one also listens to the quieter one. Interplay implies consent. It is thus not about dominance or hegemony but about detecting and exploring differences in sounds, particularities and synergies. The playful approach gives space to the simultaneousness (synchronicity), the alignment and the rhythmic correlation of different music. The volume of the unamplified music is chosen in a way that - especially in residential areas - it lies “clearly under the harmful level of 85 decibel” (see the guidelines to “Hörstadt” Linz).

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